Di

20

Mai

2014

Der Elternprotest und die Haftpflichtproblematik - hier als witziger Aufklärungsfilm

mehr lesen 0 Kommentare

Mo

07

Apr

2014

Blüten in die Isar - Aktion im Elternprotest

„Werdende Mütter sind verletzlich wie ein Blütenblatt“

 

Familien demonstrieren an der Münchner Lebensader Isar für den Schutz der gebärenden Frau und eine hebammengestützte Geburtshilfe

(Presseerklärung vom Sonntag)

 

Frauen fordern ihr Recht auf Hebammen weiterhin ein. Durch steigende berufsbedingte Kosten und Wegfall der Haftpflichtversicherung ab Juli 2015 wird es zukünftig eher weniger als mehr Hebammen im Stadtgebiet geben. „Dabei ist die mangelnde Versorgung durch Hebammen bereits heute ein Skandal. Insbesondere für die ambulante Wochenbettbetreuung ist eine Hebamme in München bereits jetzt ein Sechser im Lotto – zu wenige können sich ihren Beruf noch leisten. Schwangere, Gebärende und Wöchnerinnen sind verletzlich. Wir zahlen Krankenkassenbeiträge und haben das Recht auf eine hebammengestützte Betreuung in dieser Phase unseres Lebens. Schwangerschaft ist keine Krankheit und kann nicht ausschließlich in die Hände von Ärzten gelegt werden, die dazu ausgebildet sind Pathologien zu behandeln. Familien brauchen Hebammen!“ so Christine Trompka, Elternprotest München.

 

Daher möchten wir am kommenden Sonntag zarte rote Blüten in das Wasser der Isar entlassen, um auf unsere Verletzlichkeit als schwangere, gebärende und frischentbundene Frau hinzuweisen. Mütter, Väter und Kinder brauchen weiterhin Unterstützung auf dieser Reise.

 

Kathleen Köstle, Elternprotest München: „Wir Frauen sind rund um die Geburt verletzlich wie ein zartes Blütenblatt. Wie eine Blüte müssen wir uns öffnen, um neues Leben zu schenken. Dabei begleiten uns traditionell Hebammen. Sie bieten uns Schutz in den wilden Wassern der Geburt und sorgen dafür, dass wir in den Wellen der Wehen nicht untergehen.“

 

Wir fordern unser Recht auf Hebammenhilfe weiter ein. Die Aktion findet als Partnerstadtaktion einer Radtour der change Petentin Bianca Kasting statt, „Geburtshilfe bleibt auf der Strecke, Eltern eilen zur Nachsorge – Kein Weg zu weit“ die die Forderungen der Eltern nach Berlin trägt.

mehr lesen 0 Kommentare

Do

03

Apr

2014

MÜNCHEN: immer wieder dienstags um 10:00 Uhr trifft sich der Eltern- und Hebammenprotest

.. bis auf weiteres im Cafe Netzwerk beim Zentrum für natürliche Geburt in der Häberlstraße 17. Direkt am Goetheplatz und kinderfreundlich durch Spielecke.

 

Wir treffen uns, um Forderungen zu erarbeiten, erreichbare Ziele zu definieren und bestehende Aktionen zu betreuen. Außerdem planen wir weitere Schritte und tauschen uns über die aktuelle Situation und politische Veränderungen aus.

 

Wir freuen uns über Dich als AktiveN und als Gast. Wir sind eine Gruppe aus Müttern, Vätern, Kindern, Hebammen, Doulas, Omas und anderen an einer frauenzentrierten Geburtshilfe  Interessierten. Sei dabei dienstags um 10:00 Uhr!

 

In den Ferien hat das Cafe geschlossen. Der Ausweichort wird nah am Cafe Netzwerk sein, wir werde dort auch einen Zetel aufhängen. Das genaue Cafe teilen wir hier bald mit.

mehr lesen 0 Kommentare

Di

01

Apr

2014

Hebammen machen die Fliege

Nach Kündigung der Berufshaftpflichtversicherung vor knapp einer Woche stürmen die deutschen Hebammen die Reisebüros. Die Touristikbranche zeigt sich überrascht von der großen Nachfrage nach OneWay-Tickets. So sind bereits ab 01.07.2015 alle Fernziele ausgebucht "Wir haben mit einem großem Ansturm gerechnet, aber was wir heute erleben, übertrifft alle unsere Erwartungen" lässt sich ein bekanntes Hamburger Reisebüro zitieren. Nach schlechter Bezahlung in Dauerrufbereitschaften, Nachtdiensten an Sonn- und Feiertagen sind die Hebammen überglücklich, endlich bar jeglicher Verpflichtungen ihre lang ersehnte Auszeit zu nehmen.

 

Freude über die allgemeine Urlausbsstimmung auch auf Seiten des Bundesgesundheitsministeriums. "Wir gönnen den Hebammen ihren verdienten Aufenthalt von Herzen. Es sind außerdem keine nennenswerten Ausfälle zu erwarten" so Grohe. "Wir haben uns jetzt lange mit diesem Minderheitenthema geplagt und in Arbeitskreisen herausgefunden, dass Hebammen nicht systemrelevant sind. Außerdem ist es gut, das endlich vom Tisch zu haben. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass doch noch eine Mutter nicht auf ihre Hebamme verzichten kann, bieten wir ab sofort unsere 24h-Schwangerschafts-Hotline unter der kostenfreien Nummer 030 18441-0 an. Hier werden sie bearbeitet."

 

Den gut 20.000 Hebammen wünscht der Bundesgesundheitsminister auch im Namen des deutschen Bundestages einen angenehmen Abflug.

mehr lesen 1 Kommentare

Di

25

Mär

2014

Vernetzung der Elternproteste durch Newsletter auch regional

Liste zum Auslegen und Eintragen in den Elternproteste Newsletter
Kann in Hebammenpraxen, bei Demos, in Kindergärten usw. ausgelegt werden. Interessierte können sich in die Liste eintragen und wir übertragen die Angaben dann in unser elektronisches Newslettersystem. Wird die PLZ angegeben, dient die Liste zusätzlich auch der regionalen Vernetzung der Eltern und Hebammen.
Vernetze Dich im Elternprotest.pdf
Adobe Acrobat Dokument [184.1 KB]
Download
mehr lesen 0 Kommentare

Do

20

Mär

2014

Petition an den Deutschen Bundestag

Jetzt Petition unterschreiben!
Jetzt Petition unterschreiben!

Gesundheitsfachberufe - Sicherstellung der flächendeckenden, wohnortnahen Versorgung mit Hebammenhilfe.

Sabine Schmuck hat eine Unterschriftenliste erstellt, die ausgedruckt werden kann und in allen Einrichtungen für Kinder, in Hebammenpraxen, in Arztpraxen usw. ausgelegt werden kann.

 

mehr lesen 3 Kommentare

Di

11

Mär

2014

Offener Brief an die Ministerpräsidenten der Länder zur Hebammenfrage

Foto: Daniel Tschitsch, München
Foto: Daniel Tschitsch, München

 

"Sehr geehrte Damen und Herren,
ich wende mich heute an Sie in größter Besorgnis. (...)"

 

Dr. Katharina Hartman von Roses Revolution und Human Rights in Childbirth ev wendet sich in einem offenen Brief an die Minister der Länder. Sie befürchtet, dass die Bundesratsinitiative zur Rettung der Hebammen in die völlig falsche Richtung gehen könnte. Bereits am Freitag soll die Eingabe im Bundestag verhandelt werden. Bitte wendet Euch mit diesem offenen Brief auch an den Ministerpräsidenten Eures Landes.

mehr lesen 0 Kommentare

Fr

07

Mär

2014

Morgen am Internationalen Tag der Frauen gehen überall Familien für Hebammen auf die Straße

mehr lesen 0 Kommentare

Fr

28

Feb

2014

JETZT ist es Zeit auf die Straße zu gehen!

Hebammenstreik, Hebamme, Berufshaftpflicht, Haftpflicht, Hebamme
Copyright Ritsch und Renn

Jetzt ist es Zeit auf die Straßen zu gehen! Auch in Eurer Stadt gibts am Samstag, den 8.3. (am Weltfrauentag) zahlreiche Demos, Kundgebungen und Aktionen. Von Eltern, die sehr unzufrieden sind, dass freiberufliche Hebammen abgesägt werden sollen. Sei dabei!

Der Bundesverband der freiberuflichen Hebammen hat interessante Hintergrundinfos dazu..

mehr lesen 0 Kommentare

Di

25

Feb

2014

Eltern demonstrieren in München für Hebammenbetreuung

Demonstration in München am 24.02.2014 am Rotkreuzplatz. Eltern gehen auf die Straße für Hebammen. Elternprotest mit fidibus Verlag und Initiativen aus der Geburtshilfe
Werner Hüttner dragonfly worx

250 Mütter, Väter, Kinder und Hebammen machten ihrer Wut mehr lesen

mehr lesen 0 Kommentare

Mi

19

Feb

2014

Vernetzung der Elternproteste - hier eintragen!

Elternproteste Hebammenstreik Hebammenroteste Newsletter

ELTERNPROTESTE Newsletter - Sei Dabei und trage Dich ein

 

So bekommst Du garantiert alle aktuellen Demoaufrufe, Aktionen und Möglichkeiten der Unterstützung und Mitarbeit. Außerdem kannst Du Deine PLZ angeben, so dass wir Dich auch regional mit anderen Frauen vernetzen werden.

 

gemeinsam mit den im Elternprotest aktiven Initiativen.

 

  • facebook Gruppe Hebammenunterstuetzung.de
  • Greenbirth e.V.
  • Rabeneltern Community e.V.
  • Netzwerk der Geburtshäuser
  • Verein Happy Birthday - Gemeinsam für eine selbstbestimmte Geburtskultur e.V.
  • fidibus Verlag
  • Initiative Human Rights in Childbirth Foundation Deutschland
  • Doulas in Deutschland e.V.
mehr lesen 7 Kommentare

Sa

15

Feb

2014

"An meine Hebamme: Danke" sehr gute Bildaktion von Happy Birthday e.V.

mehr lesen 0 Kommentare

Do

13

Feb

2014

Sweet Valentine mit heißen Brownies für den Liebsten

Buch Liebe und Kinderwunsch. Aphrodisierende, lustfördernde und fruchtbarkeitssteigernde Rezepte und Tricks für Verliebte

All you need is Love: Der Valentinstag naht ...!
Da haben wir uns gedacht, es wäre doch schön, wenn wir Euch mit einem Tipp für den ultimativen Liebesbeweis versorgen. Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen und Männer lieben es heiß und scharf.. Aber auch wir Mädels lassen uns davon gern verführen: von Schoki, warm und mit Eis umschmeichelt.

Scharfe Brownies mit Vanilleeis

200g gute Zartbitter Schokolade
eine Prise Chili (Menge nach Geschmack)
50g Butter
70g Mehl
2 Eier

gutes Vanilleeis (einfach einkaufen)
rote Beete Saft
Puderzucker

Schoki, Chili, Butter in Wasserbad schmelzen. Mit Mehl und Eiern
verrühren. Teig in eine kleine Springform oder auf ein tiefes Blech
geben. Der Teig sollte mindestens 3cm hoch sein.
Teig bei 150°C Umluft ca. 45 min backen und in kleine Quadrate
schneiden.

Aus ganz wenig rote Beete Saft und Puderzucker eine Glasur anrühren
und mit einem dünnen Pinsel eine persönliche Liebesbotschaft auf den Rand eines großen Tellers schreiben. Mit Brownie und Vanilleeis servieren und genießen ... Hmmm

mehr lesen 0 Kommentare

Mo

10

Feb

2014

Müttersterblichkeit in Deutschland nimmt zu

Grafik Anstieg der Müttersterblichkeit in Deutschland
Müttersterblichkeit pro 100.000 (blau) und Säuglingssterblichkeit pro 1000 (rosa). Quelle mamortal
Dass Mütter kurz vor, während oder kurz nach der Geburt sterben, ist immer eine Tragödie und glücklicherweise eine Seltenheit. In den westlichen Industrienationen bis zu 100 mal weniger Frauen, als in den schwierigsten Krisengebieten weltweit. Erschreckend ist es trotzdem, dass bei zunehmender Technisierung und Effizienzsteigerung die Müttersterblichkeit in Deutschland und anderen Staaten inzwischen erneut zuzunehmen scheint.
 
"Als Müttersterbefall gilt der Tod einer Frau während der Schwangerschaft oder innerhalb von 42 Tagen nach Beendigung der Schwangerschaft aufgrund von Ursachen, die in Beziehung zur Schwangerschaft oder deren Behandlung stehen oder durch diese verschlechtert werden. Nicht zur Müttersterblichkeit gezählt werden Sterbefälle von Schwangeren durch Unfall oder zufällige Ereignisse."
Quelle: Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung
 
Da jedes Land die Müttersterblichkeit leicht anders definiert bzw. überhaupt dokumentiert ist ein Vergleich schwierig. Internationale Bezugsgröße ist die Zahl der verstorbenen Mütter aufgrund von Eingriffen, Unterlassungen und unsachgemäßer Behandlung oder Folgen daraus je 100.000 lebendgeborener Babys.
 
Das Vorzeigeland Schweden hatte 2010 einen der niedrigsten Werte (4,0) im internationalen Vergleich der Müttersterblichkeit, das heißt es starben 4 Frauen je 100.000 Lebendgeborener aufgrund einer schwangerschaftsbedingten Erkrankung, aufgrund eines Eingriffes oder aufgrund der Unterlassung eines Eingriffes bei einer Komplikation, aufgrund eines Operationsrisikos oder aufgrund unsachgemäßer Behandlung während Schwangerschaft, Geburt und 42 Tage danach. Die Müttersterblichkeit in Schweden ist konstant bzw. über einen längeren Zeitraum von 10 Jahren abnehmend. (Quelle: World Development Indicators WDI, 2013)
 
In den USA dagegen ist die Müttersterblichkeit seit 1998 angestiegen. Sie liegt inzwischen an 41. Stelle, hinter fast allen Industrienationen. Einerseits gilt die USA als hochtechnisiertes Land. Andererseits ist der Zugang zu Krankenversorgung für eine große Bevölkerungsgruppe, die in relativer Armut lebt erschwert, oder unbezahlbar. Beides könnte nach Ina May Gaskin ausschlaggebend für die extrem hohe Müttersterblichkeit sein, hohe Kaiserschnittraten von über 40%, hohe PDA Raten von über 80% und natürlich eine schlechte Versorgung von Schwangeren und Gebärenden. (Quelle: amnesty international ai)
 
In Deutschland erleben wir einen leider ähnlichen Trend. Bisher liegt Deutschland im Mittelfeld der Industrienationen mit 5 verstorbenen Frauen je 100 000 Lebendgeborener (absolute Zahlen: 2011 starben deutschlandweit 32 Frauen, die in die Müttersterblichkeitsstatistik eingingen.) (Quelle: Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung)
Daten deuten daruf hin, dass auch in Deutschland die Müttersterblichkeit erneut leicht zunimmt.
 
Die häufigsten Ursachen für Müttersterblichkeit sind laut Prof. Dr. Herrmann Welsch (Stand 2008) eine Embolie (Bsp. durch eine Thrombose, Risikofaktoren Übergewicht, Pille und Rauchen), Verblutungsfälle, Hyperntensive Erkrankungen und Genitalsepsis.
In den Jahren 2001 bis 2010 gab es keinen einizigen mütterlichen Todesfall in der außerklinischen Geburtshilfe, auch nicht bei Frauen, die in die Klinik verlegt werden mussten. (Quelle: quag) Trotzdem ist die außerklinische Geburt nur in vielen und nicht in allen Fällen eine sehr sichere Art, ein Kind zur Welt zu bringen.
 
Eine der vermeidbarsten Todesfälle ist eine Verblutung nach dem Kaiserschnitt durch eine unzureichende Versorgung nach der Geburt. In den Jahren 2001 bis 2008 starben in Bayern 12 Frauen nach vaginaler und 34 Frauen nach einer Schnittentbindung. (Quelle: BGGF)
 
Grundsätzlich kann gesagt werden, dass in dem Moment, in dem die Versorgung der Schwangeren, Gebärenden oder Wöchnerin nicht mehr optimal ist, die Müttersterblichkeit rapide ansteigen kann. Die USA zeigt uns leider derzeit wie es zugehen kann.
 
In Deutschland liegt das Problem weniger an einer kostenpflichtigen Gesundheitsversorgung, sondern vielmehr
 
- an unzureichender Begleitung während der Geburt (siehe auch vermeidbare Todesfälle durch ausreichende Versorgung in 1:1 Betreuung durch Hebamme oder Facharzt nach OP). Kurz: zu wenige Hebammen mit zu wenig Leitungsverantwortung für zu viele Gebärende. Herabwürdigung des Hebammenberufs, der auf eine Hilfetätigkeit für Fachärzte beschränkt wird. Ärzte jedoch sind eher für Notfälle ausgebildet, als für physiologische Geburten.
 
- an zu vielen Eingriffen in den Verlauf der Geburt, und seien es noch so klein und unbedeutend erscheinende.  Aus anfangs physiologisch verlaufenden Geburten werden leider in sehr vielen Fällen ohne Not interventionsreiche und als pathologisch eingestufte Geburten "gemacht". Zum medizinischen Nachteil der Mütter und Kinder, für die die physiologische Geburt unübetroffen sicher gewesen wäre. Die Interventionsrate in deutschen Klinken beträgt stolze 96%. Nicht alle, aber viele dieser Eingriffe sind nicht ohne Risiko für Mutter und Kind. Alle Eingriffe haben das Potential, den physiologischen Verlauf einer Geburt zu verhindern (siehe auch z.B.  "Gesetz der Schließmuskeln" von Gaskin)  (Vergleich dazu "Die Geburt meines ersten Kindes" im fidibus Verlag)
 
- in Gegenden, in denen keine ortsnahe Geburtshilfe mehr angeboten wird. Frauen gebären ihr Kind alleine, weil keine adäquate Hilfe schnell ereichbar ist oder sie kein Vertrauen in eine Klinik mit einer sectio-Rate von über 40% haben. Eine außerklinische, nachgewiesenermaßen sehr sichere Art der Geburtshilfe, fehlt hier oftmals völlig. Alleingeburten ohne Hebamme oder illegaler Weise mit einer Hebamme, die diese Frau eigentlich nicht betreuen dürfte, nehmen zu.
 
- am Verlust des traditionellen Hebammenwissens. Ina May Gaskin hat nachgewiesen, dass ab einer landesweiten sectio-Rate von etwa 40% das Wissen um die ganz normalverlaufende Geburt verschwindet. Viele Hebammen haben noch nie eine Geburt ohne medizinische Eingriffe begleitet. Dabei sind Schwangerschaft und Geburt keine Krankheiten. Ina May Gaskin bekam 2011 auch deshalb den "Alternativen Nobelpreis", weil sie durch die Arbeit in ihrem Birth Center (Hausgeburtsbetreuung mit angeschlossenem Krankenhaus) auf eine sectio-Rate von unter 5% kam. Dabei hatte sie überdurchschhnittlich viele übergwichtige und Vielgebährende Frauen, die ein erhöhtes Risiko darstellten. Die Müttersterblichkeit ist nach wie vor bei Null.
 
Schwangerschaft und Geburt sind normalerweise keine Krankheit, außer, wir machen es dazu.
 
"Nur wer den Verlauf normaler Geburten ohne jede Intervention von außern kennt, merkt zuverlässig, wenn etwas schief läuft. Dann ist es an der Zeit, einzugreifen. Aber nicht früher." Ina May Gaskin in Birth Matters
 
"Eine Kaiserschnittrate von mehr als 10-15% ist durch nichts zu rechtfertigen" World Health Orginsation, 1985
mehr lesen 6 Kommentare

Do

06

Feb

2014

"Ich kann das nicht!" Über die Angst vor der Geburt

Wie uns Angst gemacht wird

Natürlich ist es ganz normal, dass wir diese Ängste in uns tragen. Wie auch nicht? Von allen Seiten wird uns heute ja gezeigt, dass Geburt schlimm, schmerzhaft und nicht ohne medizinische Versorgung zu handhaben ist. In Serien und Filmen sehen wir auf dem Rücken liegende, schreiende Frauen, die den Anwesenden fast die Hände vor Schmerz brechen.

 

Die Angst verlieren durch positive Geburtsgeschichten

Ina May Gaskin, Trägerin des Alternativen Nobelpreises, Frauenrechtlerin und Hebamme, beschreibt in ihrem kürzlich erschienenen Buch “Birth Matters – Die Kraft der Geburt“, wie wichtig es ist, dass wir heute mehr positive Geburtsberichte erfahren, dass wir besser aufgeklärt werden über die Geburt, über die Zusammenhänge von Ängsten und störenden Faktoren unter der Geburt mit dem Gebären und darüber, wie normal Geburten einfach sind. Zu der großen Angst vieler Frauen davor, dass sich das Kind in der Nabelschnur einwickeln könnte beispielsweise schreibt sie (S. 21):

 

Zum Beispiel wird vielen Frauen beigebracht, zu denken, dass es automatisch gefährlich sei, wenn ein Baby mit der Nabelschnur um den Hals vaginal geboren wird, während tatsächlich fast alle Babys mit Nabelschnur um den Hals (vielleicht ein Fünftel aller Geburten) auf sichere Weise vaginal geboren werden können.

Ina May Gaskin in Birth Matters - Die Kraft der Geburt

 

Diese und viele weitere Märchen über die Gefahr der Geburt werden von ihr entkräftet. Angereichert mit zahlreichen Geburtsberichten hilft dieses Buch, Geburt wieder in die richtige Position zu rücken und zu zeigen, dass sie ein völlig normaler Vorgang ist, in den eben nicht eingegriffen werden soll, den Frauen ganz von sich aus steuern sollen und der mehr Wertschätzung in unserer Gesellschaft verdient hat, denn:

 

Wir Menschen sind Hamstern, Nashörnern, Eichhörnchen oder Erdferkeln in unserem Fortpflanzungsdesign nicht unterlegen. Es ist unser Kopf, der uns manchmal die Dinge schwermacht.

Ina May Gaskin in Birth Matters - Die Kraft der Geburt

 

Wir brauchen keine Angst haben vor dem Gebären. Es ist normal. Es sind Komplikationen möglich und es ist wunderbar, dass wir hier die Möglichkeit haben, dass solche in Notlagen gut aufgefangen werden können. Aber Komplikationen sind nicht der Normalfall. Wir müssen nicht schon vorher Ängste vor etwas haben, was eventuell in wenigen Fällen passieren kann und uns dadurch das größte Ereignis im Leben zerstören lassen: Die Schwangerschaft und Geburt eines neuen Menschen, die auch gleichzeitig die Geburt einer Familie ist.

 

Von Susanne Mierau, der ganze sehr interessante Artikel der Autorin ist zu lesen bei "Geborgen Wachsen":

ich-kann-das-nicht-ueber-die-angst-in-der-schwangerschaft-und-vor-der-geburt

 

mehr lesen 0 Kommentare

Do

30

Jan

2014

Birth Song laden und Ina Mays Projekte unterstützen

Song für Ina May Gaskin kann bald für 0,99 heruntergeladen werden
Song für Ina May Gaskin kann bald für 0,99 heruntergeladen werden

 


Die Idee muss beim Doula Training letzten Noember in Graz entstanden sein, bei dem Ina May Gaskin, in Begleitung ihres Mannes Stephen, ihr Wissen mit zukünftigen Geburtsbegleiterinnen teilen wollte. Ina May steckt voller guter Ideen und Visionen, sie berührt mit ihren Ansätzen und ihren Aktionen und scheint nie müde zu werden, sich für junge Familien und gebärende Frauen einzusetzen. Eigentlich, ja eigentlich wäre jede ihrer vielen Ideen es wert, ausgearbeitet zu werden.

 

"Ina May ist meine Heldin. Sie hat mich inspiriert, ermutigt und gelehrt, wie wichtig Humor während einer Geburt ist. Meine Geburtsgeschichten würden anders klingen, ich würde meinen Körper und die Welt anders sehen ohne sie. Und im Laufe der Jahre habe ich viele viele Frauen getroffen, die genauso liebevoll und dankbar über sie sprechen. Im November war Ina May mit Stephen bei mir in Österreich, um wie jedes Jahr ein Wochenende des österreichischen Doulatrainings zu leiten. Ich erlebte, mit welcher Hingabe sie Stephen begleitet, der rund um die Uhr auf ihre Hilfe angewiesen ist. Ich lauschte auch ihren Zukunftsplänen, wir sprachen über ungeschriebene Bücher und zahllose mögliche Projekte. Und natürlich auch über Geld, das dazu nötig wäre. Dabei fiel der Satz: "Ina May, unterschätze nicht die Menschen, die dich lieben. Wenn alle Frauen, die dich preisen, einen Euro für deine Projekte geben würden - wie viel wäre das wohl?"

Angelika


Marion Ritz-Valentin hat einen wunderschönen birthsong mit Ina Mays Zitaten komponiert und produziert. Er wird in Kürze auf allen großen Onlineportalen für 0,99 € zum Download bereitstehen. Der gesamte Erlös aus dem Verkauf geht an Ina May. 

Dieses Geldwird helfen manche dieser fabelhaften Visionen in Handeln umzusetzen. Danke Ina May, danke Angelika, Marion und danke Dir, die Du Dich am Crowdfunding beteiligst und Deinen Beitrag leistest!

Bitte teile diesen Aufruf auch bei facebook!

 

Danke, der fidibus Verlag

 

mehr lesen 0 Kommentare

Di

28

Jan

2014

Das Glücksglas füllen und Freude an einem tristen Tag haben:)

Andrea Bleich hat dieses schöne Glücksglas gestaltet
Andrea Bleich hat dieses schöne Glücksglas gestaltet

Heute haben wir eine Idee, wie du allgegenwärtigen Grippeviren, dreckigen Socken unterm Bett wo man grad gar nicht hinkommt, Arbeitsfrust und überhaupt allem Unheil der Welt entgehen kannst: Das Glücksglas.

Es geht los: Immer, wenn etwas echt super gut ist, dann nimmst du irgendein Zettelchen und schreibst das Tolle drauf.

- deine Tochter hat vergessen heute ihre Zahnspange an die Wand zu werfen

- deine Katze ist doch wieder gekommen

- es hätte fast einen Blechschaden gegeben, aber nein, du warst doch schon wach genug und konntest schnell reagieren

- dein akribischer Nachbar, der so gerne die Mittagsruhe einfordert, hat einen Hundehaufen vor seiner Tür und du weißt jetzt, dass es doch einen Gott gibt

- Die Sonne scheint

- Du hast 6 Richtige im Lotto

- der mürrische Briefträger ist im wohlverdienten Ruhestand und hat einem schnuckligen 25 jährigen Nachfolger Platz gemacht

- dein Arbeitskollege, der dich letztes mal angeschwärzt hatte, hat einen Platten
 (und du warst es nicht einmal!)

- die anstrengende Erziehrin deines Sohnes fährt 6 Wochen in die Kur und ihre nette Kollegin mischt den Laden etwas auf

- du konntest letzte Nach sage und schreibe vier Stunden am Stück schlafen (und bist dann aufgewacht, weil du dachtest dein Kind wäre vielleicht doch erstickt?)

- deine Schwiegermutter, die heute kommen wollte, ist leider erkrankt. Den Kuchen holst du auf dem Rückweg vom Kindergarten ab, nur, damit der nicht schlecht wird.

- du hast den Job gekriegt

- deine Kinder haben dir einfach so Frühstück gemacht

- deine Freundin kommt heute nachmittag und die Kids landen einfach mal vor Biene Maja. Heute ist nämlich dein Glückstag und da denkst du einfach mal an DICH!

 

Und jetzt steckst du diese Zettelchen, die sich so hin und wieder ansammeln, in ein großes Einmachglas. Wenn du mal Lust hast, bastelst du ganz versonnen etwas Schönes dran. Du stellst das Glas unerreichbar für Kleinkinder auf, es gehört nur DIR! Und am Ende des Jahres wirst du dich wundern, wieviele schöne Dinge dir widerfahren sind.

 

viel Spaß sagt der fidibus Verlag!

mehr lesen 1 Kommentare

Mi

22

Jan

2014

Ina May Gaskin Birth Matters - Die Kraft der Geburt

 

Bucherscheinung

 

Ina May Gaskin Birth Matters – Die Kraft der Geburt. Ein Hebammenmanifest. Ina May Gaskin. Übersetzt von Jaqueline Eddaoudi. 1. übersetzte Ausgabe, 2013 fidibus Verlag

 

 

 

Birth Matters – Die Kraft der Geburt von Ina May Gaskin ist am 20.Dezember 2013 in der deutschen Ausgabe erschienen. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises und berühmteste Hebamme der Welt äußert sich darin auch zur schwierigen Situation der außerklinischen Geburtshilfe in Deutschland.

 

 

 

Nach Ina May Gaskins Erfolgsbüchern „Die selbstbestimmte Geburt“ 2004, Kösel Verlag und „Ina Mays Guide to Childbirth“ 2002, Book Pub Co) erscheint nun 2013 endlich „Birth Matters – Die Kraft der Geburt“ im fidibus Verlag. Ihre Bücher verbindet eine ermutigende Ansprache der Leser, die doch gleichzeitig klare Impulse für eine Veränderung der Geburtskultur vorgibt. Als Hebamme und Frauenrechtlerin setzt sie sich für eine sichere Geburt ein und kritisiert den vorherrschenden Trend steigender Müttersterblichkeit bei gleichzeitiger Technisierung der Geburt in den USA. Dabei bezieht sie auch klar Stellung gegen eine viel zu hohe Rate an Kaiserschnitten, PDAs und allgemein interventionsreiche Geburten. Für Deutschland sieht sie einen ähnlich negativen Trend und mahnt deren Folgen, wie höhere Sterblichkeiten und schwere Verletzungen bei Mutter und Kind, an.

 

Neben aller Kritik setzt Ina May Gaskin auf das Teilen positiver Geburtserfahrungen und die Wirkung von Geburtsberichten als gelebte Solidarität unter Müttern. Sie zeigt konkrete Abhilfen und Visionen einer neuen Geburtskultur als gesellschaftliche Aufgabe. Und sie wendet sich in einem Zusatzteil an die deutsche Politik und solidarisiert sich mit der neuen Protestbewegung für eine menschenwürdige Geburtshilfe in Europa.

 

 

 

Bilder der Seite http://www.fidibus-verlag.de/geburtshilfe/birth-matters-die-kraft-der-geburt/ dürfen honorarfrei in Verbindung mit oben genanntem Text veröffentlicht werden.

 

 

 

 

Ina May Gaskin ist die einzige Hebamme weltweit, nach der ein Eingriff in der Geburtshilfe, das Gaskin Manöver, benannt ist. Aufgrund der überragenden Ergebnisse in dem von ihr geleiteten Geburtszentrum The Farm Midwifery Centre in Tennessee/USA, wird sie weltweit als herausragende Hebamme und Verfechterin der natürlichen Geburt gefeiert. Sie und ihr Team aus Hebammen sind bekannt für ihre niedrige Interventionsrate, Verletzungsrate und ihr Engagement gegen Müttersterblichkeit. Der Schlüssel zu einer sicheren Geburt sei der „respect for natural process“, Respekt vor natürlichen Abläufen.

 

Ina May Gaskin referiert an Universitäten, Schulen und Kongressen weltweit, um das Wissen der Hebammen am Leben zu erhalten. Sie engagiert sich außerdem für Doulas und für die Hebammen für Deutschland e. V, indem sie sich auch politisch zu Wort meldet und unhaltbare Zustände der Geburtsmedizin in Deutschland kritisiert.

 

Zitate

 


 

Eine frauenzentrierte Versorgung rund um die Geburt ist ein Menschenrecht“

 

Ina May Gaskin in Birth Matters – Die Kraft der Geburt, 2013, fidibus Verlag

 


 

for her whole-life's work teaching and advocating safe, woman-centred childbirth methods that best promote the physical and mental health of mother and child.“

 

Aus der Laudatio in Stockholm bei der Überreichung des "Alternativen Nobelpreises" Right Livelihood Award 2011

 


 

Weitere Informationen zum Buch und Bildmaterial bei fidibus Verlag, ChristineTrompka, Tel: 0153 52794686 info@fidibus-verlag.de und unter

 

http://www.fidibus-verlag.de/geburtshilfe/birth-matters-die-kraft-der-geburt/

 

mehr lesen 0 Kommentare

Mo

13

Jan

2014

Homophobie gehört nicht auf den Schulhof

Im fidibus Verlag arbeiten nur Menschen mit einer sexuellen Vorliebe, was das Geschlecht ihrer Partner angeht. Welche ist uns "eigentlich so ziemlich wurscht" wie der Bayer sagt. Man könnte meinen das Thema Homophobie (das ist die Angst vor der Homosexualität, also die Angst vor der gleichgeschlichtlichen Liebesbeziehung) hat es nicht mehr ins 21. Jahrhundert geschafft, aber nein, leider weit gefehlt. Weltweit nimmt die Homophobie zu. Zwar ist die Angst der Eltern in Deutschland, ihr Kinder könnten eine gleichgeschlichtliche Zuneigung entwickeln oder sich zu beiden Geschlechtern gleichermaßen hingezogen fühlen, aus meiner bescheidenen Sicht kleiner geworden.  Jedoch zeigen uns Entwicklungen in Russland, Asien und der arabischen Welt, dass alle Menschen, die sich nicht nur zum gegenteiligen Geschlecht hingezogen fühlen in zum Teil großer Gefahr leben.

"Ja kann denn des no wahr sein" fragen wir uns. Ja leider. Auch an unseren Schulen, die ja gerne mal 20 Jahre in ihrer Entwicklung zurückgeworfen sind, herrscht ein reges Ausgrenzen von bi- trans- oder homosexuellen Jugendlichen.


Es ist absolut notwendig, dass Vielfalt in Liebesdingen auch in den Bildungspläne der Schulen herrscht und sich kein Kind und kein Jugendlicher mehr für seine Orientierung rechtfertigen muss.

 

Bitte unterschreibe eine Petition für Vielfalt, um deine Solidarität auszudrücken. Gerne darfst du auch einen Kommentar hier verfassen, wir werden ihn dann gerne der rechten Gegenpetition zukommen lassen, die versucht eine homophobe Stimmung zu machen.

 

Euer fidibus Verlag

mehr lesen 1 Kommentare

Fr

10

Jan

2014

Die zehn wahren und geheimen Babyrechte

1. Durchschlafen ist out. Nur wache Babys sind coole Babys

2. Schlafe prinzipiell im Auto. Und zwar kurz bevor du zuhause ankommst.

3. Kein Baby muss um 19:00 im Bett sein. Da geht noch was.

4. Auf Hochstühlen und in Einkaufswagen wird gestanden und gezappelt.

5. Brei und Löffel gehören geworfen und gespuckt. Genau wie Erwachsenenessen.

6. Fuseln, Dreck, Verpackungsreste und kleine Tiere sind Grundnahrungsmittel.

7. Anziehen ist und bleibt doof. Nacktsein ist ein Gundrecht für jedes Baby. Auch im Winter.

8. Jedes Baby darf beim Windelwechseln unmittelbar und in Richtung von Mama und Papa losstrullern.

9. Jedes Baby hat das Recht an Mama oder Papa zu kleben und sofort und anhaltend loszubrüllen, wenn dieser mal kurz das Zimmer verlässt.

10. Um 6:00 beginnt eine neue Party. Die Nacht ist zuende. Für ALLE im Haus!

mehr lesen 0 Kommentare

Do

02

Jan

2014

We want YOU!

Für das neue Jahr 2014 wünschen wir euch alles erdenklich Gute und vor allem viel Kreativität und Begeisterung für alles, was ihr gern macht!

 

Der fidibus Verlag macht gerne Bücher. Am liebsten mit lebendigen Fachleuten wie Eltern, Hebammen und Doulas. Gelesen werden wir von Frauen und Männern, die Inspirationen suchen und oft selbst FEUERSTARTER (=fidibus) sind. So finden wir das auch für 2014 gut. Und daher möchten wir Euch ermutigen, Eure Buchidee, Euer halbfertiges Erstlingswerk, Eure Herzens- und Geistesblitze bei uns einzusenden. Wir schauen uns, versprochen, jedes Einzelne Manuskript an. Falls das Feedback zu lange dauert, ruhig nochmal melden. Und vielleicht können wir dann das eine oder andere gemeinsam veröffentlichen. Dazu schließen wir einen Verlagsvertrag und vereinbaren ein Autorenhonorar.

 

Gerne dürft Ihr uns auch Zeichnungen von Euch oder Euren Kids, Gedichte, Gedanken, Anekdoten, Beiträge für unseren Newsletter, Rezensionen unserer und anderer Bücher, Blogempfehlungen, Fotos Eurer Lieben einsenden. Bitte denkt daran, dass, falls nichts anderes vermerkt ist, damit für uns das Recht verbunden ist, diese Dinge auch zu veröffentlichen. (Das gilt natürlich und selbstverständlich nicht für Manuskripte und Texte/ Bilder, deren Veröffentlichung ausdrücklich ausgeschlossen wurde)

 

Derzeit sind u.a. folgende Buchprojekte "in der Mache" und manche davon suchen noch Unterstützer

 

  • Buch Fehlgeburt/ Kind/ Abschied/ Folgeschwangerschaft nach Verlust
  • Buch Ammenmärchen/ Anekdoten rund um Kinderkriegen und erste Lebensjahre
  • Buch Geburtsvorbereitung für Papas
  • Buch mamaprotest: Mütter fordern eine frauenzentrierte Geburtshilfe und Hebammenunterstützung während vor und nach der Geburt
  • Buch Barfuß
  • Kinderbuch Mama ist immer übel. Hyperemesis/ Schwangerschaftsübelkeit und schon ein Geschwisterchen zuhause.
  • Kinderbuch Mama ist traurig. Depressionen der Eltern Kindern nahegebracht.
  • Buch Papa, Papa, Kind. Homo-Eltern sind gute Eltern.
  • Buch Schwanger mit Diabetes
  • Buch Kinderwunsch
  • Kochbuch Schwangerschaft, Wochenbett, Neugeboren
  • Kochbuch Kinderwunsch
  • Buch Mama/ Papa/ Hebamme/ Doula. Es braucht ein Dorf um ein Kind zu begrüßen. Was kann wer beitragen?
  • ...
mehr lesen 0 Kommentare

Mo

30

Dez

2013

Vielen Dank für das vergangene Jahr!

c Gänseblümchen/pixelio.de
c Gänseblümchen/pixelio.de

Das letzte Jahr war ein turbulentes und produktives Jahr für unseren Verlag. So wollen wir auch weitermachen. Und ohne Euch wäre das alles nicht möglich. Deswegen sage ich heute

 

... an Ulrike, die allerbeste Grafikerin der Welt und an Katja, die durch ihr Lektorat dafür sorgt, dass unsere Bücher auch innen Freude bereiten. Danke auch an unsere tollen Autorinnen. An Robert und Vida und die SOL Service GmbH, die an den fidibus Verlag glauben und mit ihm durch gute und schlechte Zeiten gehen. An Pati, Andrea und Mirko in der Vertriebslogistik und an Frank in der Produktion, der es dann trotzdem immer wieder hinkriegt.

 

Und natürlich an Euch Leserinnen, Mütter, Väter, Hebammen und Doulas. Für den Kauf unserer Bücher. Für Eure gewissenhaften Rezensionen. Für das tolle Feedback, dass wir so oft bekommen.

 

Danke Euch Allen. Genießt die "Zeit zwischen den Jahren" wie wir und "rutscht" alle gut rüber ins neue Jahr 2014. Laut meinem chinesischen Kalender soll es vor allem Kreativität und Eigeninitiative bei spannenden Projekten bringen. Es scheint also wieder so ein produktives Jahr werden zu wollen!

 

Eure Christine

 

mehr lesen 0 Kommentare

Fr

06

Dez

2013

Newsletter Geburtshilfe und Familie

fidibus Verlag Newsletter

Ihr Lieben

nächste Woche soll es die nächste Ausgabe unseres Newsletters zum Thema Geburtshilfe und Familie geben. In unregelmäßigen Abständen veröffentlichen wir einen Newsletter mit wie wir finden wichtigen Themen oder Ideen, außerdem natürlich interne Entwicklungen im Verlag wie Jobbörse und kommende Projekte, bei denen wir manchmal noch Beteiligung brauchen.

Wir freuen uns über Eure Anregungen.

Der Newsletter ist hier natürlich kostenlos bestellbar.

Liebe Grüße aus dem fidibus Team

mehr lesen 0 Kommentare

Mo

02

Dez

2013

Trägerin des "Alternativen Nobelpreises" I. M. Gaskin veröffentlicht neues Buch im fidibus Verlag

Countdown zur Veröffentlichung von Ina May Gaskins Buch "Birth Matters - Die Kraft der Geburt". Am 20.12. soll es so weit sein, da ist sozusagen der errechnete Entbindungstermin ET für die deutsche Übersetzung des weltbekannten Hebammenmanifests, für das Ina May den Alternativen Nobelpreis bekam.

Wir danken insbesondere Ina May, Melanie Schöne, Jaqueline Eddaoudi und Seven Stories Press für das Vertrauen in unseren Verlag. Big Hugs!

Das Buch ist direkt über den Verlag hier für 24,95 vorbestellbar und wird mit etwas Glück dann unterm Weihnachtsbaum liegen.

mehr lesen 2 Kommentare

So

01

Dez

2013

Weltaidstag - Solidarität mit Menschen, die mit dem HIV Virus infiziert sind

Heute in Solidarität mit den Menschen, die mit HIV infiziert sind. Weil sie vielleicht Bluter sind, weil sie vielleicht jung und unwissend ungeschützten Sex hatten, weil sie vielleicht einem erhöhten Übertragungsrisiko aufgrund ihrer sexuellen Orientierung ausgesetzt sind. Ich denke heute auch an meine lesbischen Freundinnen und schwulen Freunde und daran, wie irgendwelche völlig kranken Machthaber in Russland gerade Stimmung gegen Homosexuelle machen und Menschenrecht mit Füßen treten. Aus ganz niederen Beweggründen.

 

mehr lesen 0 Kommentare

Mi

27

Nov

2013

Ina May Gaskin's Appell an die deutsche Regierung

Ina Mays Apell an die deutsche Regierung Deutsche Version. Übersetzt und Untertitel von Melanie Schöne

mehr lesen 0 Kommentare

Do

21

Nov

2013

Hebammen im Koalitionsvertrag! Jetzt endlich echte Lösungen finden!

Die Versicherungsprämien für Hebammen in Deutschland werden erneut im kommenden Jahr steigen. Alle zwei Jahre um etwa 20%! Das ist einerseits verständlich, andererseits für die Politik und damit das Gemeinwohl jetzt der Punkt die Familienbetreuung durch Hebammen ganz konkret zu stärken. Es braucht dringend eine Lösung für in der außerklinischen Geburtshilfe tätige Hebammen!

 

Jens Spahn (CDU), einer der Verhandlungsführer für den Bereich Gesundheit, auf seiner Facebook-Seite:

„Die Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung mit Geburtshilfe ist uns wichtig. Wir werden daher die Situation der Geburtshilfe und der Hebammen im Speziellen beobachten und für eine angemessene Vergütung sorgen – ist so, bleibt so und kommt auch in den Koalitionsvertrag.“

 

Das ist nun ein gutes erstes Signal und wir werden Sie beim Wort nehmen, Hr. Spahn!

mehr lesen 0 Kommentare

Do

07

Nov

2013

Hebammenprotest "Vom Idealismus kann ich nicht leben" Freitag 8.11. in Berlin

Der Beruf der Hebamme ist ein - im wahrsten Sinne des Wortes - "Ehren Amt" mit hoher Verantwortung, und kann persönlich und gesellschaftlich nicht hoch genug gewürdigt werden.
Doch leider bezieht sich diese "ehrenamtliche" Anerkennung zunehmend auf die finanzielle Honorierung. 
Immer mehr Hebammen können sich ihren Beruf nämlich nicht mehr leisten, hören auf oder arbeiten nach Berechnungen des Deutschen Hebammenverbandes im ehrenamtlichen Bereich.
Verantwortlich daran sind vorallem die extrem hohen Berufshaftpflichtversicherungen, die in keinem Verhältnis zu den Einnahmen der oft freiberuflich arbeitenden Hebammen stehen.
Eine Folge davon ist, dass es mittlerweile nicht mehr in jeder Region flächendeckend Hebammen gibt, und auch Kliniken ihre Hebammen reduzieren. So kann es passieren, dass Frauen oft weit fahren müssen oder ihren Wunsch nach einer Hausgeburt doch zur Klinikgeburt wird.
 
Auf diesen Missstand wollen wir die Politiker aufmerksam machen!
Die Zeit der Koalitionsverhandlungen bietet allen Bürgern eine wunderbare Chance aktiv zu sein.
 
Über 75.000 Menschen haben in den letzten Wochen eine Petition von Anke Bastrop unterschrieben und kommentiert, und E-mails an die Mitglieder der Koalitions-AG Gesundheit geschickt.
Netzwerke und auch   Die Zeit " haben darüber berichtet.
 
Diesen Freitag, 8.11.2013 wird Anke Bastrop die Petition an den Arbeitsgruppenleiter für Gesundheit Karl Lauterbach und an die SPD-Gesundheitsexpertin Mechthild Rawert übergeben.
Die Übergabe möchte sie nutzen und verbinden mit einer gemeinsamen friedlichen Protestaktion, um sowohl Politiker als auch die Bevölkerung auf dieses Thema aufmerksam zu machen.
 
Gerne geben wir vom Fidibus Verlag hier an alle die kommen wollen (Männer, Frauen, Kinder...) die Einladung von Anke Bastrop weiter: 
 

Freitag, 08. November 2013
09.30 Uhr bis 11.00 Uhr

Ort:
Platz vor dem Paul-Löbe-Haus
Konrad-Adenauer-Straße 1
10557 Berlin
http://goo.gl/maps/R8V2Q

 

Ablauf:
Versammlung: 9.30 - 11.00 Uhr
Übergabe: 10.00 - 10.15 Uhr
Aktion „Geburtshilfe am Boden”: 10.20 Uhr

Nach der Petitionsübergabe legen wir uns auf den Boden. Es ist ein ausdrucksstarkes und leider zutreffendes Bild, wenn Schwangere am Boden liegen (gern auch Frauen mit Kissen unterm Pullover). Danach singen wir das Geburtslied "Jani Joni Jachuene", das lernt man ganz schnell.

 

Mitbringen:
Bringen Sie gern selbst bemalte Plakate und Spruchbänder mit. Für etwas Lärm eignen sich Trillerpfeifen, Tröten und zwei Löffel zum Gegeneinanderschlagen.

Ich werde ein Schild mit dem Buchstaben A tragen, sodass Sie mich leicht erkennen können. Wir bringen Kaffee und Kekse mit, damit Groß und Klein bei Laune bleiben.

Sie können nicht kommen? Dann übergeben Sie jetzt die Petition per Facebook-Kommentar oderTweet an Jens Spahn (CDU), den zweiten Sprecher der Arbeitsgruppe Gesundheit. 

 
 
 
 
mehr lesen 0 Kommentare

Di

29

Okt

2013

Rezension "Die Geburt meines ersten Kindes" in "Buchbesprechungen Psychotherapie"

Rezension veröffentlicht bei: http://www.buchbesprechungen-psychotherapie.de/behrmann2013.html im September 2013
Autor: Bernd Kluck, Psychologische und Psychotherapeutische Fortbildungsangebote im Internet
 
"Irene Behrmann/Ulrike Bös: Die Geburt meines ersten Kindes. Geburtserfahrungen, Geburtsakten und Erläuterungen schwerer Geburten in der Klinik. 261 S., fidibus Verlag 2013

Ein Buch, in dem Erfahrungsberichte über hauptsächlich problematische Geburten in Kliniken versammelt sind. Veröffentlicht wurde der Text in einem kleinen Verlag, der erst 2011 gegründet wurde und wohl zu den alternativen Initiativen gerechnet werden darf. Vielleicht auch dies schon ein Hinweis darauf, dass in unserer Gesellschaft das Thema der sanften, ich möchte fast sagen: lebensfreundlichen Geburt, keine großen Auflagen erwarten lässt.

Der Text verwundert umso mehr, als doch schon vor vielen Jahren das Thema sanfte Geburt und Hausgeburt in der alternativen ökologischen Szene intensiv diskutiert wurde. Wenn es sich hier nicht nur um eine Negativauswahl von Erfahrungsberichten handelt, überkommt einen das kalte Grausen. Viel hat sich demnach nicht geändert in der technisierten Geburtsmedizin. Unter dem Vorwand (?), Mutter und Kind ja nicht zu gefährden, werden umfangreiche diagnostische, oft invasive Voruntersuchungen
durchgeführt, die möglicherweise erst Gefahren erzeugen, die dann behandelt werden müssen. Es gibt anscheinend immer noch zu wenige Kliniken, die es sich leisten, einer Erstgebärenden die 12 bis 14 Stunden Zeit zu geben, die eine solche - komplikationslose - Geburt schon mal dauern kann. Zeit ist Geld.

Gerade in der jüngsten Zeit entstand für den Laien der Eindruck, dass die männlich dominierte Medizin nun endlich auch die Geburt fest in ihre Hände bekommen will. Der alte Geburtsneid (Karen Horney) treibt immer neue Blüten. Zuletzt sollten die freien Hebammen vom "Markt" - denn darum scheint es auch zu gehen, in treuem Schulterschluss mit der Pharmaindustrie - fern gehalten werden, indem man
ihnen kaum bezahlbare Versicherungsprämien verordnete. So äußerte ein Geburtsmediziner z.B. dazu, dass sie ja in einer Klinik arbeiten könnten, da seien sie mitversichert. Außerdem sei es ein Kostenfaktor, medizinische Geburtshilfe vorzuhalten, da viele Gebärende dann doch mit Komplikationen in die Klinik kommen, die eigentlich zuhause gebären wollten.

Eine Geburt ohne Gewalt scheint nicht leicht zu haben zu sein, trotz Leboyer ("Geburt ohne Gewalt"). Der schreiende neugeborene Mensch ist immer noch Vorbild, obwohl ein mitfühlender Mensch eigentlich nicht den Eindruck haben kann, dass es sich hier um einen Begeisterungsschrei handelt, endlich in diese Welt zu kommen. Aus dem Dunkel der Gebärmutter in den grell erleuchteten Kreißsaal. Der ist auch noch relativ kalt. Da alles routiniert und schnell gehen soll, wird häufig die Nabelschnur zu früh durchtrennt, so dass der neugeborene Mensch sehr schnell über die Lungen atmen muss. Bereits
in den 20-iger Jahren des vorigen Jahrhunderts wies eine Hebamme auf uneinfühlsame Praktiken in der Geburtshilfe hin (Dorothy Garley [London]: Über den Schock des Geborenwerdens, Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse 1924, S. 134ff).
 
Nun gibt es allerdings eine unheilsame Entwicklung nicht nur in der Medizin, die immer mehr zum Dienstleister geworden ist, sondern auch bei den "Kundinnen". So führt eine geringer werdende Schmerztoleranz, im Verbund mit mangelnder emotionaler Begleitung bei der Geburt geradezu zur Forderung nach Schmerzbetäubung, immer häufiger durch Periduralanästhesie (PDA). Der aktive, kooperative Geburtsvorgang, an dem Mutter und Kind gleichermaßen beteiligt sind, wird dadurch erschwert oder unmöglich. Hier bedarf es dann weiterer invasiver "Geburtshilfe". Trotz ökologischer Bewegung ziehen sich anscheinend die Männer immer mehr zurück, so dass viele Frauen nicht nur
allein gebären, sondern dann auch alleinerziehend sind. Die oben erwähnte Angst vor den Geburtsschmerzen oder auch die fehlende Geduld auf beiden Seiten, lässt die Zahl der Kaiserschnitte erheblich ansteigen.

Wie unzureichend auf das Kind geachtet wird, zeigt sich etwa daran, wie wenig eine vorteilhafte Geburtshaltung Beachtung findet. Nach neuester Studie (GKV-Pilotstudie 20111) an ca. 60.000 Klinikgeburten in Hessen bei risikolosen Gebärenden müssen 86,1 Prozent dieser Frauen immer noch liegend gebären. Das ist physiologisch nachgewiesenermaßen gefährlich, weil so die Geburt verzögert wird und das Kind in der Waagerechten viel schwerer seinen Weg finden kann. Erfahrungswissen kann verloren gehen - zum Schaden der eigenen Nachkommen, die nun vermehrt Stress, Panik, Kontrollverlust, Medikamenten und Eingriffen von außen ausgesetzt sind (S. 21).
In der Studie wird nachgewiesen, dass es in Kliniken häufiger zu Dammverletzungen kommt als in von Hebammen geleiteten Einrichtungen. In Hebammen Einrichtungen gebären nur 23,7% der Frauen liegend. Vertikale Gebärpositionen finden sich in Kliniken zu 4,7%, in den anderen Einrichtungen zu 36% usw. (S.183).

Inzwischen haben wir Kenntnis vom impliziten Wissen, d.h. dem Bewusstsein so nicht einfach zugänglichem Wissen z.B. von der eigenen Geburtserfahrung. Werdende Väter und Mütter können so in erheblichen Stress geraten, der mit einer traumatherapeutischen Unterstützung erheblich verringert werden kann, wodurch die Geburt komplikationsloser verlaufen könnte. Wie viele Ängste und wie viel Abwehr hier eine Rolle spielen, erfuhr der Rezensent etwa im Gespräch mit an sich sehr reflektierten
Frauen, die die Geburtsmedizin in einem für mich nicht nachvollziehbaren Maße verteidigten.

Ebenso spielen ungeklärte eigene Geburtserfahrungen beim Klinikpersonal eine Rolle. Man verlässt sich möglicherweise lieber auf Technik und erhofft sich eine Sicherheit gegenüber eigenem Kontrollverlust.
Die mittels Technik gewonnenen Daten werden für bedeutsamer genommen als die
zwischenmenschlichen Vorgänge. Eine Gebärende, die unter erheblichem sozialen und psychischem Stress steht, wird eher Komplikationen während Schwangerschaft und Geburt haben, als eine gut begleitete und emotional stabile. Wahrscheinlich wird der Beitrag der Geburtsmedizin zu einer geringeren Mortalität weit überschätzt. Bedeutsamer sind Hygiene, Familienplanung, Ernährung und soziale Einbettung von Mutter und Kind.
Das Buch gibt einen Einblick in die problematische Geburtskultur in unserem Land. Den
Erfahrungsberichten ist eine Empfehlung voran gestellt, für wen die Lektüre geeignet sein kann oder für wen es sich nicht empfiehlt, den Bericht zu lesen. Gefolgt wird der Bericht vom Geburtsprotokoll und schließlich einem medizinischen und psychotherapeutischen Kommentar der beiden Herausgeberinnen.

Es folgen Hintergrundinformationen zur klinischen und außerklinischen Geburt, Hinweise zu Hilfen nach der Geburt und schließlich ein Anhang u.a. mit Stellungnahmen zum Mutter- und Kinderschutz, einem Stichwort- und Abkürzungsverzeichnis sowie Informationen zu Medikamenten, die bei den geschilderten Geburten zur Anwendung kamen. Das Buch ist lesenswert für alle Menschen, in deren Nähe Schwangerschaft und Geburt erfahren werden, besonders für Menschen, die sich mit Familienplanung
beschäftigen.

1 Studie de s GKV-Spitzenverbandes, unterstützt vom Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund Krankenkassen e.V., zusammen mit den Hebammenverbänden DHV und BfHD sowie dem Netzwerk der Geburtshäuser e.V. und der Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe e.V."
 

 

 
mehr lesen 0 Kommentare

Di

01

Okt

2013

Artikel in der HebammenZeitschrift zum Thema Hyperemesis Gravidarum

Hyperemesis Schwangerschaftsübelkeit

 

In der HebammenZeitschrift von 08/2013 ist ein Artikel unserer Autorin Anna Hubrich zum Thema Hyperemesis gravidarum erschienen:. „Wenn Übelkeit zur Krankheit wird“.

 

 

 

Der Artikel ist vorallem für ein Fachpublikum geschrieben: Für Hebammen, Ärzte, aber auch Krankenhauspersonal, eben alle, die professionell die betroffenen Frauen in dieser Zeit begleiten. Wissenschaftlich aber auch für den Laien gut lesbar wird der neueste Forschungsstand kompakt und anschaulich dargestellt. Neben Ursachen, Diagnostik und einem ausführlichen Kapitel über die auch medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten ist es aber auch ein Anliegen der Autorin, Hilfestellungen für die psychische Begleitung – gerade auch für Hebammen und Ärzte zu nennen. Gerade die schwere Form von Hyperemesis Gravidarum ist vielen immer noch eher unbekannt. Nur durch Information kann hier Verständnis entstehen. Konkrete Möglichkeiten der Begleitung und Behandlung erleichtern auch den professionellen Helfern die Begleitung und können helfen, Vorurteile abzubauen, die auch heute noch im gesellschaftlichen Bewusstsein verankert sind. Wir glauben, dass Hebammen eine wunderbare Unterstützung sein können für Frauen mit Hyperemesis und plädieren für eine Begleitung ab der Frühschwangerschaft, interdisziplinär zum Wohl der Frauen.

 

Ein wichtiger Artikel für alle Betroffenen und Anregung zum Weiterforschen, den im Anhang gibt es eine ausführliche Literaturliste und viele nützliche links.

 

mehr lesen 0 Kommentare

Di

28

Mai

2013

Weltjahrestag Hyperemesis Gravidarum

Hyperemesis Gravidarum Buch Schwangerschaftsübelkeit

Am 15.Mai 2013 fand weltweit zum zweiten Mal der Hyperemesis Gravidarum (HG) Awareness Day statt und die Resonanz in sozialen Netzwerken wie facebook und twitter war groß.

Nur drei Tage davor gab es in New Harbour, USA den ersten offiziellen 5K HG Run/Walk, ein gemeinsamer Lauf an dem auch viele Hyperemesis Gravidarum „Überlebende“ und ihre Familien teilnahmen und gemeinsam feierten. Dank Internet konnten an dieser Aktion und dem Feiern auch viele Menschen in Deutschland, Kanada, Australien und Grossbritanien dabeisein.

Unter http://www.helpher.org/blog/an-amazing-week-for-hg-awareness/#more-316

findet ihr ausführliche Informationen und Bilder dazu.

 

Hinter diesen Aktionen steht vorallem die amerikanische HER Foundation, eine Stiftung mit dem erklärten Ziel, eine Stimme für Hyperemesis Gravidarum zu sein. Sie ist im englischsprachigen Raum eine der aktivsten und professionellsten Ansprechpartner und Foren für alle Betroffenen und maßgeblich an der Forschung von Ursachen und Behandlungswegen beteiligt.

 

Auf ihrer Homepage findet sich auch eine Petition an den Amerikanischen Kongress, die Erforschung von Hyperemesis Gravidarum vorrangig zu fördern.

 

Solche Aktionen sind hier bei uns bisher wohl eher ungewöhnlich und wir haben auch ein anderes Gesundheitssystem. Aber sie sind wichtig und bewirken etwas, das zeigt auch die hohe Resonanz in den sozialen Netzwerken., auch hier im deutschsprachigen Raum.

 

Wir im Fidibus Verlag freuen uns sehr, mit unserer Neuerscheinung vom Februar 2013 einen aktiven Beitrag zu diesem wichtigen Thema beizusteuern.

mehr lesen 0 Kommentare

Mo

06

Mai

2013

Rezension in der Hebammenzeitung von Geburtsberichte, Babys liebevoll empfangen

C. Jeremias, M. Werle und C. Trompka, Fidibus Verlag, Murnau, 1. Aufl. 2012, 120 S., TB, ISBN 9783943411157, € 14,95

jetzt bestellen

"Im ersten Teil des Buchs schreiben zehn Frauen über ihre Geburten – von der Hausgeburt, der Geburtshausgeburt bis zum Kaiserschnitt ist alles dabei. So wie die Geburten sind auch die Geburtsberichte sehr unterschiedlich und zeigen ein breites Spektrum an Möglichkeiten ein Kind auf dieser Welt willkommen zu heißen. Im Zentrum der Erzählungen steht die Selbstbestimmtheit rund ums Gebären, die von jeder Frau unterschiedlich interpretiert und umgesetzt wird. Stimmig begleitet werden die Geschichten von passenden Zitaten und Weisheiten aus aller Welt. Im zweiten Teil gibt es praktische Tipps zur Vorbereitung auf die Geburt. Unter anderem geben mehrere Hebammen, eine Doula und eine Heilpraktikerin Einblick in ihren Arbeitsalltag und ihre Vorstellungen einer selbstbestimmten und frauenzentrierten Geburtsbetreuung. Zudem werden WHO-Empfehlungen zum Geburtsmanagement angeführt: „Während der Wehentätigkeit sollen schwangere Frauen nicht auf dem Rücken liegen. Sie sollen angeregt werden, während der Wehen herumzulaufen und sich frei zu entscheiden, in welcher Position sie gebären wollen.“ (S. 75). Im Kapitel „Der Geburtsplan“ werden Frauen dazu angeregt eine eigene Geburtswunschliste zu erstellen, wobei betont wird, dass diese als eine Stellungnahme und nicht als Festlegung auf eine Wunschgeburt zu sehen ist. Zum Schluss wird noch auf die Selbstbestimmtheit in Verbindung mit dem Verlust eines Kindes in der Schwangerschaft eingegangen, wobei an auch an dieser Stelle mehrere Frauen von ihren Erfahrungen schreiben.

Dieses Buch kann eine gute Anregung für Frauen und Paare sein, sich mit dem Thema Geburt und ihren ganz eigenen Vorstellungen und Wünschen dazu auseinander zu setzen. Es zeichnet sich durch einen flüssigen und klaren Schreibstil aus, die Text- und Schriftformatierung wirkt jedoch etwas chaotisch und ist gewöhnungsbedürftig. Positiv hervorzuheben ist, dass neben den Mut-mach-Themen auch dem Kindsverlust Raum gegeben wird."

Lisa Sanchez



mehr lesen 0 Kommentare

Mi

17

Apr

2013

Greenbirth e.V. stellt das Buch "Die Geburt meines ersten Kindes" vor

Zwölf Frauen erlebten eine Geburt im Krankenhaus und schilderten die teils wunderschönen teils schwierigen Momente während sie ihrem Kind das Leben schenkten.

Ergreifend und ganz nah zeigen die Autorinnen, was Familien wissen sollten, um sich auf eine Geburt in der Klinik vorzubereiten. Sie erklären medizinische Fachbegriffe, berichten über Routineabläufe und -eingriffe und lassen uns einen tiefen Blick in den Kreißsaal werfen.

Frauen wissen danach viel mehr: Vor der Geburt, was sie zur Vorbereitung tun können. Nach der Geburt, warum manche Dinge passiert sein könnten.

Das Ziel der Autorinnen ist es, werdende Mütter zu gleichwertigen Gesprächspartnern mit medizinischen Fachpersonen und Geburtshelfern zu machen, so dass sie fit für eigene Entscheidungen sind. Außerdem hilft das Buch Frauen, die von der Geburt ihres Kindes schockiert sind, die Erfahrungen zu verstehen und zu verarbeiten.

 

http://www.greenbirth.de/Rueckblick12Frauen-auf-KRHGeburt

 

"Die Geburt meines ersten Kindes" ist im fidibus Verlag erschienen und hier direkt bestellbar

mehr lesen 0 Kommentare

Do

21

Mär

2013

Das Österreichische Hebammengremium empfiehlt "Hausgeburt und Gebären im Geburtshaus" von Christine Trompka

Hausgeburt, Geburt, Geburtshaus, Hebamme, schwanger, Geburt

"Im Buch finden sich 23 Geburtsberichte von Müttern und Vätern, die über ihre individuellen Erfahrungen bei der Geburt ihrer Kinder zu Hause
oder im Geburtshaus erzählen. Die Berichte wurden persönlich von den Eltern geschrieben und nicht verändert. Das Anliegen der Eltern ist es, anderen Paaren Mut zu machen und für eine außerklinische Geburt zu begeistern. Frauen und Paare sollen den
Geburtsort ihrer Kinder selbst bestimmen können und sich für ihre Entscheidung
nicht rechtfertigen müssen.
Neben den Geburtsberichten wird auch erklärt, welche Möglichkeiten es für die Wahl
des Geburtsortes gibt. Dabei wird auf die Betreuung, die Schmerzlinderung und die
Sicherheit bei außerklinischen Geburten eingegangen. Auch das Wochenbett und
die Stillzeit zu Hause werden vorgestellt. Der Autorin liegen die Hebammenbetreuung
und die Erholung der Mütter nach der Geburt sehr am Herzen. Auch in diesen Kapiteln
finden sich Erfahrungsberichte von Eltern sowie Informationen zu Organisation,
Besuch, Geschwisterkinder, Haushaltshilfe etc. Christine Trompka, selbst Mutter von
drei Kindern, will daran erinnern, dass Frauen die Kraft haben Kinder zu gebären.
Sie möchte zum Umdenken motivieren, da die Geburtsmedizin heute von Technik und
Medikamenten beherrscht wird. Die hilfreichen Tipps zur Planung einer außerklinischen
Geburt und des Wochenbetts zu Hause sind sowohl für werdende Eltern als auch für Hebammen(studentinnen) interessant und nützlich. Durch die Erzählungen der Eltern bekommt man einen Einblick, wie eine Hausgeburt abläuft und wie Mütter und Väter diese besonderen Stunden erleben.
Mich haben die Geburtsberichte sehr berührt. Ich finde das Buch sowohl für werdende
Eltern als auch für uns Hebammen empfehlenswert."


Paula Riedmann für die Redaktion der Österreichischen Hebammenzeitung

mehr lesen 0 Kommentare

Mo

18

Mär

2013

Newsletter Geburt und Familie - hier eintragen

Eintragen in den fidibus Newsletter

Die Tage erscheint wieder der fidibus Newsletter. Diesmal mit:

  • schwere Geburt: Die Geburt meines ersten Kindes.
  • Schwangerschaftsübelkeit - Hyperemesis
  • Kinderbuchprojekt "Mama hat Hyperemesis" - wer macht mit?
  • Jobs für Mütter (von zuhause, teilzeit) im fidibus Verlag
  • Verlosung, mamaprotest...

tragt Euch kostenlos hier ein!

mehr lesen 0 Kommentare

Do

14

Mär

2013

"Dass es den größten Teil der hausgemachten Klinikkomplikationen in der Hausgeburtshilfe gar nicht gibt.."

Heute möchten wir uns mal wieder dem Thema unnötige Interventionen bei Geburten widmen. Erhöhen Eingriffe wirklich die Sicherheit?

 

Diesen Artikel dazu fanden wir recht interessant und möchten ihn euch nicht vorenthalten

 

(...) "Als ich vor vielen Jahren als Hebamme in einem Universitätsspital ausgebildet wurde, machte mir die Vorstellung, den Komplikationen, die ich Tag für Tag im Klinikalltag erlebte, zu Hause begegnen zu müssen, wirklich Angst. Damals durchschaute ich noch nicht, dass es den größten Teil der hausgemachten Klinikkomplikationen in der Hausgeburtshilfe gar nicht gibt. Das Märchen, dass Hausgeburten so furchtbar gefährlich sind, entspricht definitiv nicht der Wahrheit.
Die Zeitschrift Gesundheitstipp veröffentlichte im November 2005 einen Artikel mit dem Titel „In der Stube gebären - so sicher wie im Spital“, in dem neue Untersuchungen belegen: „Bei Hausgeburten waren weniger medizinische Eingriffe nötig als in der Klinik“.
Der Standard in den Kliniken ist heute, dass Mutter und Kind durch eine von Ungeduld und Angst geprägte, technisierte, teure Geburtsmedizin in Gefahr gebracht werden, um dann von glorreichen, gut verdienenden Geburtshelfern gerettet zu werden. Mutter und Kind erfahren hierbei große physische und emotionale Verletzungen und gehen mit dem Gefühl nach Hause, die Geburt nicht aus eigener Kraft bewältigen zu können.
Diese Verletzungen haben gravierende Folgen für die Entwicklung unserer Kinder.
Statt einer angemessenen Kaiserschnittrate von 1-5 Prozent liegt der Schweizer Durchschnitt heute bei ca. 30 Prozent. Das bedeutet, dass ca. jedes dritte Kind gerettet werden muss, weil die Natur angeblich versagt. Dabei ist Kaiserschnitt nach wie vor die gefährlichste aller Geburtsformen. " (...)


hier ist der vollständige Artikel: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/ultraschall-ia.html

mehr lesen 0 Kommentare

Mo

11

Mär

2013

Buchtipp Hausgeburt und Gebären im Geburtshaus

"Hausgeburt und Gebären im Geburtshaus - Mit Erfahrungsberichten von Frauen, die Mut machen"

 

ISBN 9783000346095

 

im Buchhandel oder auf dieser homepage bestellen für 19,70 €

 

2011 hier im fidibus Verlag erschienen

 

mehr lesen 0 Kommentare

Fr

08

Mär

2013

Weltfrauentag und selbstbestimmte Geburt - Chat zum Thema

Veranstaltung: Chat zum Thema Frauenrechte und Geburtshilfe mit Melanie Schöne, Doula, Autorin und Filmemacherin auf facebook

Weltfrauentag 8.3.13, 12:00 Uhr bis 13:00 Uhr auf facebook

 

morgen feiern wir den Weltfrauentag. Doch sind Frauenrechte bereits in der Geburtshilfe angekommen? Das möchten wir gerne mit Melanie Schöne, Doula (-ausbilderin), Filmemacherin ("Hausgeburt") und Autorin im arbor Verlag besprechen. Melanie hat einen Gastbeitrag zu unserem Buch "Die Geburt meines ersten Kindes. Geburtserfahrungen, Geburtsakten und Erläuterungen schwerer Geburten in der Klinik." geschrieben und schon viele Frauen bei Geburten auch in der Klinik begleitet.

 

Was sind Eure Erfahrungen? Schickt sie uns vorab. Welche Rechte haben Frauen bei der Geburt und in der Schwangerschaft? Wir beantworten Euch Eure Fragen zum Thema!

mehr lesen 0 Kommentare

Do

07

Mär

2013

Und wie oft schneiden sie so in deiner Stadt?" Über Willkür und die Entscheidung zum Kaiserschnitt.

Kaiserschnittraten steigen allerorten. Immernoch. Die Bertelsmannstiftung hat nun eine interaktive Karte ins Netz gestellt, auf der man die Raten seines eigenen Landkreises in Sekunden recherchieren kann. Das erschreckende: obwohl bereits Faktoren wie das Durchschnittsalter der Mütter oder besonders häufige Risikogeburten herausgerechnet wurden, sind die Unterschiede immens. Wir fragen uns: entscheiden Mediziner wirklich nur aufgrund der Faktenlage, wenn sie Unterschiede von über 20% produzieren? Wie kann das sein?

Aber seht selbst:

 

Kaiserschnitt Faktencheck

(Die Zahlen beruhen auf der IGES Studie)

 

Als Beispiel: In der Eifel im Lkr Bitburg/ Prüm, nie gehört, lernen 46,97% aller Frauen bei der Geburt den OP Saal kennen. In Dresden jedoch nur 16,94%.

 

Dabei ist ein sectio ein durchaus großes Risiko an sich, zumindest deutlich größer, als das Risiko bei einer Spontangeburt. Die WHO empfiehlt auch daher, die Kaiserschnittrate drastisch zu senken und proklamiert: "Es gibt keinerlei Rechtfertigung für eine Kaiserschnittrate über 10 bis 15 %."

 

Eine sectio kann Leben retten. Aber sie ist eine große Bauchoperation und sollte mit Bedacht verordnet werden. Ob das immer geschieht darf bezweifelt werden.

 

mehr lesen 0 Kommentare

Mo

04

Mär

2013

Hyperemesis Auszug aus Buch

Unsere Februar Neuerscheinung "Hyperemesis Gravidarum - Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft" sorgt für viel Gesprächsstoff.
Wir zeigen Euch hier einen Auszug aus dem Bericht von Charlotte über die Anfangszeit ihrer Hyperemesis:

"Es war erstaunlich, wie schnell mein gesunder Körper seine Kraftreserven aufbrauchte. Innerhalb von wenigen Tagen war ich völlig am Ende. Ich erbrach immer öfter, obwohl ich kaum etwas aß. Auch nachts musste ich mich übergeben. Danach zitterte ich minutenlang am ganzen Körper und mir war eiskalt. Mein Geruchssinn war plötzlich viel schärfer. Öffnete jemand den Kühlschrank, so roch ich es noch Stunden später und musste mich deswegen laufend übergeben. Ich ertrug kein Parfüm, keine Waschmittel, kein Deo, selbst den Eigengeruch meines Mannes ertrug ich nicht. Das war so furchtbar. Ich probierte alle erdenklichen Tipps, morgens vor dem Aufstehen eine Kleinigkeit essen, Ingwertee, Cola, nichts half.

Nach wenigen Tagen, in denen mein Mann hilflos zusehen musste, wie ich dünner und kraftloser wurde und in denen er alles tat, was auch nur den leisesten Hoffnungsschimmer auf Besserung brachte, bekam er ernsthafte Sorge um mich und überredete mich, ins Krankenhaus zu fahren. In der Notaufnahme wies man uns widerwillig den Weg in die Wöchnerinnen-Station. Dort angekommen, es war kurz vor 23 Uhr, schob man mich in ein Zimmer, in dem ebenfalls eine Frau ohne Kind lag. Schnell stellte sich heraus, dass sie ebenfalls an Hyperemesis litt. Und zum ersten Mal ahnte ich, dass das, was ich erlebte, vielleicht eine härtere Form der Schwangerschaftsübelkeit war. Dieses Wissen war sehr erleichternd! Denn durch das tagelange Martyrium zu Hause dachte ich, ich sei vielleicht körperlich zu schwach, müsste mich einfach zusammenreißen. Aber gleichzeitig war ich vollkommen machtlos und musste ohnmächtig ertragen, dass mein Körper jegliche Nahrungsaufnahme, sei es Essen oder Trinken, egal in welcher Form, egal nach welcher Zubereitungsweise, verweigerte. Im Krankenhaus legte man mir einen Zugang und ich bekam Infusionen mit Kochsalzlösung und Dimenhydrinat intravenös. Nach zwei Tagen ging es mir ganz langsam besser."

Wie es Charlotte im Laufe der Hyperemesis Schwangerschaft weiter ergeht und welche Höhen und Tiefen sie dabei bis zum glücklichen Ende erlebt erfahrt ihr neben den Berichten von anderen Frauen und Vätern im Buch. 
mehr lesen 0 Kommentare

Di

26

Feb

2013

Hyperemesis - Schwangerschaftsübelkeit: Frauen für Kinderbuch gesucht

Cover des aktuellen Buchs "Hyperemesis Gravidarum - Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft. Schwangerschaftsübelkeit.

Liebe von Hyperemesis betroffene Mütter und deren Partner

Viele von Euch wissen, was extreme Schwangerschaftsübelkeit für eine Familie bedeutet und wir haben uns nun dazu durchgerungen, ein Kinderbuch für betroffene Kinder zu entwickeln. Weil das jedoch nicht so einfach ist, brauchen wir Euer Wissen dazu.

Deshalb haben wir im fidibus das Projekt "Mama hat Hyperemesis" gestartet, in dem wir nun gemeinsam mit Euch ein Kinderbuch entwickeln möchten. Das Projekt leitet unsere Grafikerin und Illustratorin Ulrike Niebuhr, die Ideen, Inhalte und Konzepte werden von uns allen und vor allem Euch kommen.

Als erstes möchten wir eine Emailliste aufstellen.. Daher: tragt Euch bitte mit Eurer Emailadresse hier ein. Dann bekommt weitere interne Infos. Wir werden aber auch hier und im Blog der Verlagsseite des fidibus Verlags über die Fortschritte des Projekts berichten. Bitte teilt unseren Aufruf fleißig weiter - nur so können wir viele Seiten beleuchten und ein echtes Gemeinschaftsprojekt starten.

Christine und Ulrike vom fidibus Verlag

mehr lesen 1 Kommentare

Do

21

Feb

2013

fidibus Verlag intern: Unsere Frau für die Grafik

Heute geben wir Euch ein paar Einblicke in unseren Verlag und stellen Euch Ulrike Niebuhr, Grafikdesignerin vor.

 

Hallo, mein Name ist Ulrike Niebuhr, von mir sind fast alle Buchcover, Werbemittel wie Flyer und Broschüren, Anzeigen und Teile der Internetseite. Alles, was irgendwie gut aussehen soll, geht durch meine Hände.
Seit November habe ich einen neuen hochmotivierten kleinen Mitarbeiter: mein Söhnchen Franz. Franz ist mein drittes Kind. Er hat schon eine siebenjährige Schwester 
und einen vierjährigen Bruder. Anders ausgedrückt: Während ich diese Zeilen schreibe, ist ein Kind in der Schule, eines im Kindergarten und eines an meiner Brust.

Ja, es ist oft nicht leicht drei Kinder, mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen, Arbeit und Haushalt unter einen Hut zu bekommen. Tatsächlich bleibt Letzteres oft auf der Strecke und nicht selten habe ich, wie viele Mütter das Gefühl, an meine Grenzen zu kommen.

Doch selbständiges, flexibles Arbeiten von daheim und mein Mann, der mich in jeder Hinsicht unterstützt, erleichtern es mir. Denn ich arbeite sehr gerne. Meine Arbeit ist nicht nur Zubrot, sie erfüllt mich auch mit Stolz und Zufriedenheit und verhindert, dass mir die berühmt berüchtigte Decke auf den Kopf fällt.

Unser nächstes spannendes Projekt im fidibus Verlag ist „Die Kraft der Geburt - Birth Matters“ von Ina May Gaskin. Das Buchcover ist fertig und sobald die Übersetzung aus dem Amerikanischen steht, werde ich mich der Gestaltung des Innenteils widmen.
Und dann? Dann gehe ich wieder schwanger: mit einem selbstillustrierten Kinderbuch.
Seid gespannt!

 

Eure Ulrike

mehr lesen 0 Kommentare

Mo

11

Feb

2013

Beteiligen Sie Sich an einer Petition ans EU-Parlament

Wir rufen das Europäische Parlament auf, die Praktiken der Schwangerenbetreuung und Geburtshilfe in allen Mitgliedstaaten kritisch zu hinterfragen.

Obwohl europäische Mütter die Schwangerenvorsorge, Geburtsbetreung und Geburtshilfe in unterschiedlichen Systemen erleben, kämpfen sie in allen Mitgliedstaaten mit ähnlichen Schwierigkeiten.Medizinische Interventionen haben überhand genommen und machen es zunehmend schwerer, natürlich und ungestört zu gebären
Iatrogenische, also durch ärztliche Behandlung verursachte Probleme bei der Geburt sind ein reales Problem in ganz Europa.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg hat im Jahr 2010 im Fall Anna Ternovszky gegen Ungarn entschieden, dass das Recht auf Privatsphäre das Recht die Umstände der eigenen Entbindung zu bestimmen mit einschliesst. Viele europäische Mitgliedstaaten haben jedoch Geburtsbetreungssysteme, in denen die Autonomie und Entscheidungsfreiheit der Gebärenden kontinuierlich stark eingeschränkt und behindert werden. read more .

 

Unterzeichnen Sie die Petition hier:

Menschenrechtsverletzungen in Schwangerenbetreuung und Geburtshilfe Petition

 

der fidibus Verlag unterstützt diese Petition. Werden auch Sie aktiv. Danke!

 

mehr lesen 0 Kommentare

Mi

30

Jan

2013

Neuerscheinung „Die Geburt meines ersten Kindes"

Die Geburt meines ersten Kindes. Geburtserfahrungen, Geburtsakten und Erläuterungen schwerer Geburten in der Klinik“ dokumentiert anschaulich und verständlich zwölf Geburten in der Klinik. Sie dienen als Fallbeispiele einer Analyse der vorherrschenden Geburtsmedizin.

Dazu berichten zwölf Frauen von den Gbeurten ihrer Kinder und fügen die Kreißsaalprotokolle bei. Einige Frauen erfahren eine Geburt mit wenigen Eingriffen, die meisten jedoch müssen erleben, dass ihnen die Geschehnisse entgleiten. Die Autorinnen gehen der Frage nach, wie es zu den belastenden Ereignissen kommen konnte und welche Konsequenzen daraus gezogen wurden.

Die Traumatherapeutin Irene Behrmann und die Frauenärztin Dr. med. Ulrike Bös zeigen die zum Teil großen Mängel in den Kliniken auf. Sie benennen respektlosen Umgang mit den werdenden Eltern und hinterfragen störende Routinehandlungen der Geburtsmedizin. Aus ärztlicher und therapeutischer Sicht legen sie mit ihren Kommentaren dar, warum viele Eingriffe mehr als fraglich sind.

Die Geburt meines ersten Kindes gewährt Eltern, Hebammen und FrauenärztInnen einen kritischen Einblick in Kreisßsäle. Es ermutigt Leserinnen, die eigene Sprachlosigkeit zu überwinden, und beantwortet die Frage, warum die Geburt des eigenen Kindes so viele Verletzungen hinterlassen hat.

Ein ergreifendes Plädoyer für eine Reform der Klinikgeburt und eine menschenwürdige, achtsame und bewusste Geburtskultur.

 

 

Mehr über das Buch und die Autorinnen gibt‘s hier:

Die Geburt meines ersten kindes

 

mehr lesen 0 Kommentare

Mi

23

Jan

2013

Hyperemesis Gravidarum, Übelkeit in der Schwangerschaft erscheint im Februar!

Hyperemesis Gravidarum, Übelkeit in der Schwangerschaft erscheint im Februar!


Grund genug Euch schon vorab ein paar Infos zukommen zu lassen. Heute gibts ein Interview mit einer der Autorinnen, Anna Hubrich.

Anna, du arbeitest seit dem letzen Sommer am Buch Hyperemesis Gravidarum, nachdem die zweite Autorin Elisabeth Reitinger aufgrund einer erneuten üblen Hyperemesis Schwangerschaft ihre Texte nicht mehr zuende bringen konnte. Was ist das belastende an Hyperemesis?

Anna HubrichHyperemesis ist keine normale Schwangerschaftsübelkeit sondern eine Extremsituation für die betroffenen Frauen und ihre Familie. Viele Frauen erbrechen sich pausenlos über den ganzen Tag, über Wochen oder Monate. Sie fallen komplett raus aus ihrem Leben. Der Körper dehydriert  und oft  geraten die Betroffenen in dieser körperlich extrem anstrengenden Zeit  auch an ihre psychische Belastungsgrenze. Krankenhausaufenthalte, Infusionen und bei schweren Fällen medikamentöse Betreuung prägen leider oft das Bild einer Hyperemis Schwangerschaft. Die Frage nach dem Warum? Warum passiert mir das? ist für viele Frauen noch lange ein belastendes traumatisches Thema.

Christiane Braun, die zweite Autorin betreibt das Hyperemesis Forum. Was berichten die Frauen dort?

Anna HubrichFür viele Frauen ist das Forum eine wichtige Anlaufstelle und Hilfe. In den Berichten liest man leider immer wieder, wie wenig oder falsch die Frauen in ihrer Situation wahrgenommen und ernstgenommen werden. Hyperemesis scheint nicht nur in der Gesellschaft sondern leider auch bei Ärzten und Kliniken oft Ratlosigkeit und Unwissenheit  zu wecken. Viele Frauen werden nicht in Ihrem Zustand wahrgenommen, sondern gemessen an dem Bild einer gesunden glücklichen Schwangerschaft. Es kommen Sätze wie: "Nun reißen Sie Sich mal zusammen"  und Standardratschläge  zu Übelkeit beim Frauenarzt. Oder sogar Sätze wie "sie wollten wohl Ihr Kind nicht?". Das schmerzt , verletzt und wird den ohnehin schon am Ende ihrer Kraft stehenden Schwangeren absolut nicht gerecht. In den USA gibt es Studien zu Hyperemesis , die deutlich zeigen wie enorm wichtig und auch möglich eine gute Betreuung für die Betroffenen ist, auch medikamentös wenn nötig. Dadurch sinkt auch die Quote der Abbrüche bei Hyperemesis, die für die betroffenen Frauen oft als letzter lebensrettender Weg gesehen wird und langfristig belastend ist.

Und daraus ist das Buch entstanden.

Ja, wir hoffen, es kann den betroffenen Frauen Mut geben und ihnen helfen zu sehen: du bist nicht allein. Das ist schon mal enorm wichtig für Viele! Und wir möchten aufklären und aufzeigen: es gibt durchaus Möglichkeiten und Wege der Entlastung und Behandlung. Viele Frauen sprechen uns an und freuen sich, dass wir das Thema Schwangerschaftsübelkeit endlich thematisieren. Und zwar vor allem auch aus Sicht der Betroffenen, die wir in persönlichen Erfahrungsberichten dokumentieren. Wir haben uns aber für das Buch auch mit einer Hebamme unterhalten, die ihre Erfahrungen mit Hyperemesis Gravidarum oder allgemein Schwangerschaftsübelkeit mit uns teilt. Und mit  einem Arzt, gesprochen, der über das Thema eigene Studien gemacht hat. Es gibt Wege, das Leiden wenigstens etwas abzumildern oder erträglich zu machen. Alternative und Schulmedizinische Wege, wir gehen auch auf Medikamente ein, wenn gar nichts anderes hilft. Wir wollen mit dem Buch den Frauen und ihren Familien Mut machen diese extreme Situation anzunehmen und sie zu meistern. Damit es keine traumatische Erfahrung ist, sondern ein persönlicher Weg.



Danke für das Gespräch. Zum Neuerscheinungstermin des nun lange erwarteten Buchs  verlosen wir 5 Exemplare. Bitte einfach unsere facebook Seite Hyperemesis Gravidarum liken und in einem Kommentar hinterlassen, ob ihr bereits von der heftigen Form der Schwangerschaftsübelkeit gehört habt. Dann gehört eines der Bücher vielleicht bald Euch!


Euer fidibus Verlag

mehr lesen 0 Kommentare

Di

30

Okt

2012

fidibus Verlag: Workshop Frauenrechte auf münchner Babywelt

Frauenrechte waren groß geschrieben auf der Babywelt in München. Die Verlagsmitinhaberin und Referentin Christine Trompka stellte das Buch Geburtsberichte vor und sprach zu Geburtsplan, Frauenrechte
Christine Trompka, Mitinhaberin des fidibus Verlags auf der Babywelt

Frauenrechte groß geschrieben wurden am 26.10. und 27.10. auf der Messe Babywelt in München. Der fidibus Verlag durfte dort das Rahmenprogramm mit einem Workshop zum Thema "Frauenrechte und Geburtshilfe" bereichern.

 

Ziel des Workshops ist es, Frauen darin zu stärken, mutig und selbstbewusst den für sie richtigen Geburtsort zu finden und sich gezielt auf die Geburt vorzubereiten. Wichtig ist es, eigene Wünsche und Bedürfnisse und deren Grenzen bereits in der Schwangerschaft zu klären und diese dann klar zu äußern. Themen des Workshops sind daher Frauenrechte und Möglichkeiten der Absprache mit dem Krankenhaus, wenn die gebärende Frau zur Patientin wird. Außerdem beispielhaft Interventionen wie der präventive Dammschnitt, aber auch eine Stärkung der Rolle des Vaters bei der Geburt und das Erstellen eines Geburtsplans.

Dabei geht es auch um eine realistische Einschätzung der verschiedenen Geburtsorte mit ihren Vor- und Nachteilen. Entscheiden sich Eltern für eine klinische Geburt, so gibt der Workshop Anregungen für Fragen bei der Kreißsaal-Führung oder den Info-Abend im Krankenhaus.

 

Im fidibus Verlag erschien vor kurzem das Buch "Geburtsberichte - Babys liebevoll empfangen. Selbstbestimmte Geburten, die Mut machen" von M. Werle/ C. Jeremias/ C. Trompka, um Frauen vor allem Mut zu einer selbstbewussten und selbstbestimmten Geburt zu machen. Für Frauen, die sich über eine außerklinische Geburt informieren möchten bietet das Buch "Hausgeburt und Gebären im Geburtshaus" von C. Trompka Geburtsberichte und alle wichtigen Infos aus erster Hand. Kritisch betrachtet dagegen das Buch "Die Geburt meines ersten Kindes" von I. Behrman/ Dr. U. Bös zwölf Fallbeispiele von Geburten aus Sicht einer Gynäkologin und einer Therapeutin. Hier stellt sich die Frage, wann ein Eingreifen in den Geburtsprozess notwendig ist und wann eine Belastung für Mutter und Kind.

 

Entstanden ist der Workshop "Frauenrechte und Vorbereitung auf die Geburt" in Zusammenarbeit mit mamaprotest.org. Die nächsten weitere Termine im November sind der 23.11. und 24.11., jeweils 13:00 Uhr, in Stuttgart (Messe Babywelt).

mehr lesen 0 Kommentare

Di

16

Okt

2012

Buch Geburtsberichte Neuerscheinung

Geburtsbericht, Geburt, Baby, Schwangerschaft, Selbstbestimmt, Hausgeburt, Doula, Kinderwunsch, Stillen, Tragen, Schlafen, LKGS, Narben, Kaiserschnitt

Neuerscheinung: jetzt bestellen

Geburtsberichte - Babys liebevoll empfangen

Selbstbestimmte Geburten, die Mut machen

Als Fortsetzung von "Hausgeburt und Gebären im Geburtshaus" erscheinen jetzt noch mehr Geburtsberichte. Diesmal wurden mutmachende Geburten aus der Schweiz und Deutschland ausgewählt. Dabei werden Kaiserschnitte, Geburten mit und ohne PDA, Hausgeburten und Geburten im Geburtshaus oder Beleghebammenkreißsaal von Müttern erzählt und hinterfragt. Die Geburten fanden mit oder ohne Doula, Frauenärztin, Partner oder Freundin und immer hebammenbegleitet statt.

Im hinteren Drittel des Buchs befragten die Autorinnen Hebammen, Doulas, Mütter und andere Experten, worin das Geheimnis einer selbstbestimmten und sanften Geburt liegt. Außerdem geht ein Infoteil auf das Erstellen eines Geburtsplans, auf Schmerzen, Linderung und PDA und auf eine Kaiserschnittgeburt ein.

"Die frauenzentrierte Geburtshilfe ist ein Menschenrecht"

Ina May Gaskin

 

1. Auflage 2012

120 Seiten, Format A5

ISBN: 9783943411157

fidibus Verlag

 

mehr lesen 0 Kommentare

So

08

Jul

2012

3. Bayerischer Barfußwandertag

Am 23. Juni 2012 veranstaltete Health Care Bayern e.V. bereits den dritten Bayerischen Barfußwandertag, diesmal in Bad Wörishofen, wo einer der schönsten Barfußparks des Bundeslands zu finden ist. An diesem Tag wurde auch der neugestaltete Barfußpfad feierlich eingeweiht.

mehr lesen 0 Kommentare

Mo

04

Jun

2012

Wiesenalleingeburt! Happy Birthday, Kleines!

Heute früh um ungefähr 6:00 Uhr war es soweit: Die noch recht junge Nala konnte ohne Hilfe ein kleines Mädel zur Welt bringen. Das "Mädel" hat noch keinen richtigen Namen, ist aber putzmunter und so groß wie eine kleine Katze. Es gehört zur sehr seltenen Zwergschafrasse der Ouessant-Schafe. Hier ist es gerade 10 Minuten alt. Mama "Nala" und Papa "Maxi" sind sehr stolz auf ihren Nachwuchs.

 

mehr lesen 0 Kommentare

Fr

06

Apr

2012

Erste Einblicke in "Barfuß zu mehr Gesundheit und Lebensfreude"

Barfuß kann man in jedem Alter laufen und von den vielfältigen positiven Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden profitieren.

Besonders Kinder sollten so oft wie möglich barfuß unterwegs sein dürfen, damit es gar nicht erst zu Fußfehlstellungen oder anderen orthopädischen Problemen kommt. Nicht zuletzt bedeutet es für die Kleinen (und für die Großen nicht minder) auch großen Spaß, ihre Umgebung nicht nur mit den Augen und Händen, sondern auch mit den Fußsohlen erkunden zu können.

 

Für das Buch sprach die Autorin Katja Kulin mit dem Barfußexperten Burkhard Reinberg, der unter anderem Kurse für Kindergärten und Schulen anbietet, die eine spielerische Heranführung an natürliche Bewegung zum Ziel haben.

 

Im Folgenden ein kleiner Auszug aus dem Interview:

 

„[…] K. K.: Einschulungstests und Studien zeigen, dass die Motorik der Kinder heutzutage weniger gut entwickelt ist als in der Vergangenheit. Gründe dafür sind z.B. Bewegungsmangel. Warum ist auch insbesondere barfüßige Bewegung hilfreich bei der Entwicklung und Verbesserung motorischer Fähigkeiten?


B. R.: 98 Prozent aller Menschen werden mit gesunden Füßen geboren, aber als Erwachsene haben rund 60 Prozent Probleme mit Fußfehlstellungen und -krankheiten. Im Grundschulalter haben schon 12 Prozent der Kinder Schäden an den Füßen, drei Viertel tragen zu kleine Schuhe. Der Kinderfuß ist noch leicht verformbar, die Folgen sind verheerend.                  

Wir werden alle mit Plattfüßen geboren, das Fußgewölbe richtet sich später durch das Laufen auf, wenn die Muskulatur und die Sehnen trainiert werden. In ständig getragenem und noch dazu falschem Schuhwerk, in dem der Fuß beengt ist, kann das nicht geschehen, und so diagnostizieren Ärzte später Platt-, Knick-, Senk- und Spreizfüße.                                                

Die generell verschlechterte Motorik, die wir heute bei Kindern sehen, ist einerseits das Resultat von allgemein zu wenig Bewegung, aber auch die nackte Fußsohle spielt eine Rolle bei der Entwicklung motorischer Fähigkeiten. Die sensorischen Reize, die von der Fußsohle an das das Gehirn übermittelt werden, vermitteln ein sehr viel genaueres Bild des Untergrunds, als wenn noch eine Schuhsohle dazwischen ist. Ausgleichsbewegungen stärken die Muskulatur und auch die Feinmotorik wird geschult. Eine Studie hat ergeben, dass Kinder, die regelmäßig barfuß laufen, eine um 60 Prozent bessere Motorik haben. Ein guter Grund also, sich für Barfüßigkeit bei Kindern einzusetzen.

 

K. K.: Sie bieten Workshops für Kindergärten und Schulen an, in denen es um genau das geht: Sich barfuß in der Natur zu bewegen oder auch fußgymnastische Übungen zu machen. Wie genau sehen die Inhalte der Kurse aus?


B. R.: Wichtig ist es zunächst einmal, auch die Erzieherinnen bzw. die Eltern zu schulen, denn in den Köpfen stecken viele Vorurteile. Die Kinder barfuß über das Gelände und durch den Kindergarten laufen zu lassen, können sie sich zunächst oft gar nicht vorstellen. Verletzungsgefahr, Fußpilz, Blasenentzündung, das sind einige der Schlagwörter, die immer wieder kommen. Wenn es nach erfolgter Aufklärungsarbeit diesbezüglich dann an ein paar praktische Übungen geht, sind die Leute schon viel offener, und mit nackten Füßen entspannen sich Stimmung und Gesichtsausdrücke dann endgültig.

Die Kinder selbst werden auf spielerische Weise an das Ganze herangeführt. In meinem Portfolio habe ich diverse Programmpunkte, die ich nicht starr abarbeite, sondern mich flexibel nach der jeweiligen Gruppe richte. Es werden z.B. verschiedenste Fußgymnastikspiele gemacht, Erfahrungen mit verschiedenen Untergründen gesammelt usw. […]"



mehr lesen 0 Kommentare